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Inhalte

Wer sich auf den Weg zur (Weiter-)Entwicklung geschlechtsbezogener Praxis im Ganztag machen will, braucht für die fachliche Auseinandersetzung und Argumentation mit interessierten Lehr- und Fachkräften, in den Teams, mit Schulleitungen und Koordinatoren/-innen, mit Multiplikatoren/-innen und Trägern zunächst grundlegendes Wissen über den dazu gehörenden bildungspolitischen Rahmen.

Inhaltliche Bausteine

Vor dem Hintergrund der skizzierten Rahmenbedingungen und Bedarfe bietet das Gender-Modul Wissen zu den folgenden drei inhaltlichen Bausteinen.

Geschlechtsbezogene Pädagogik

Wesentliche Voraussetzungen für die geschlechtsbezogene Arbeit - in koedukativen wie auch geschlechtshomogenen Lerngruppen - sind das Wissen über die Bedeutung von Gender im Aufwachsen von Mädchen und Jungen sowie über die Grundlagen geschlechtsbezogener Pädagogik. Beide Wissensbereiche sind inhaltlich miteinander verzahnt, da zu den Grundlagen geschlechtsbezogener Pädagogik z.B. auch die kritische Reflexion des Geschlechtsverhältnisses in der Gesellschaft gehört. 
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Geschlechtsbezogene Arbeit mit Mädchen/Mädchenarbeit

Mädchen sind als eigenständige Subjekte anzusehen, die bei der Umsetzung ihrer Interessen und Bedürfnisse unterstützt werden müssen mit dem Ziel, ihre jeweiligen Handlungsspielräume zu vergrößern. Es geht um die Entwicklung und Gestaltung von geschlechtsbezogenen Lernsettings für Mädchen im Ganztag - bis hin zur Mädchenarbeit als Angebot von Fachfrauen für Mädchen. 
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Geschlechtsbezogene Arbeit mit Jungen/Jungenarbeit

In der geschlechtsbezogenen Arbeit mit Jungen geht es nicht nur um die Probleme, die Jungen verursachen - hier richtet sich, auch in der Schule, oft sehr schnell der Blick auf Jungen -, vielmehr gilt es, Jungen mit den Problemen und Fragen wahrzunehmen, die sie haben, weil sie nun mal Jungen sind. Geschlechtsbezogene Arbeit findet statt in reflexiv koedukativen Lernsettings, vor allem aber in der Begegnung von Fachmännern und Jungen. Hier gilt der Grundsatz: Die
Persönlichkeit des Jungenarbeiters ist das Handwerkszeug seiner Jungenarbeit. 
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Achtung: In der geschlechtsbezogenen Arbeit geht es nicht um Mädchen- oder Jungenarbeit bzw. um zwei sich fremde oder gar konkurrierende Konzepte und Angebote, sondern um eine gemeinsame Orientierung im Zugang auf Heranwachsende - die je nachdem, wie die konkreten Lebenslagen der Mädchen und Jungen im Ganztag aussehen, zu spezifischen pädagogischen Lernsettings führt.

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